“Enjoy streets, enjoy art , enjoy street-art…& free glue…” - Das SP-38 Interview 26. Februar 2007
Veröffentlicht von TAuSb in : InPuT, KÜNSTLER, SP-38 , trackback
SP-38 ist ein französischer Streetart Artist der in Mitte sehr aktiv ist. Seine blauen Artworks hängen überall im Zentralkiez. SP-38 hat auch eine PSP Shape für uns gestaltet. Wir freuen uns sehr

give a short description of yourself and your style.
I’m a french painter,from Normandie, prisoner in Berlin-mitte since 1995.I’m also painting posters -like a colorcopymachine-& stick them everywhere (in the world?) My style is a mix of “figuration libre” ,pop-art, calligraphie, agit-prop,…or just a free-unstyle…

when and how did you discover streetart?
In Paris, in the end of the 80es. It was a realy active movement here, with stencil,spray,poster and live painting. I’ve started with big colorfull paintings on paper, sticked outside. A good way for bring fast-free-art outside. Later, I was with “ZEN COPYRIGHT”, a group of artists active in the underground-squatt-scene. When I came in Berlin in 95, it was a dream for street-art…so much empty walls.

why did you become active in streetart?
It was something new; a possibility to show my work in a unconventional art place, and too express others ideas, to meet others artists, and to move…and change something in “grey” cities, with more colors and poésie…and how to create in another way…not only in closed place.

what kind of responses (reactions oder feedback) have you received on your artwork?
a lot : from “Wow” to “Shit” ,from people who like to collect my posters in the streets (illegaly) to people who like “delation”…( call the police)
what provoked you to chose an illegal artform?
I don’t think “postering” is illegal (not yet)… & I prefer to think about the contents and the surroundings of my actions.The illegal aspect is only for people who are agaisnt, Most of the time, I “work” in a day time, like a “normal job” , without “masque”..

what do you think about the present streetart hype?
I don’tnow…it’s massive, and more “commercial”? Street-art must be (outside) an expression of freedoom ; not a faschion-atitude.
How do you see your future as a streetart artist ?
at the beach, but busy.
Your message to the people (out there):
Enjoy streets, enjoy art , enjoy street-art…& free glue…

Hier ist der Zeitungsartikel aus der taz:
Mitte gehörig die Meinung kleben
Mit Plakaten protestiert der Street-Artist SP 38 gegen die Yuppisierung des Innenstadtbezirks und den neoliberalen Zeitgeist. Trotzdem sieht er sich nicht als politischen Künstler: “Ich mache urbane Poesie”, sagt der Franzose über seine Arbeit
von André Glasmacher
SP 38 hat eines mit Comic-Cowboy Lucky Luke gemeinsam: Er ist schneller als sein Schatten - wenn auch nur mit dem Kleisterpinsel. Sein Künstlername, der auf einen französischen Polizeirevolver Bezug nimmt, spielt auf das Talent der Comiclegende an, sagt der Franzose etwas ironisch und mit so leiser Stimme, dass man ihn kaum versteht. Dabei streicht er sorgfältig die Ränder des Plakates glatt, das er gerade in der Auguststraße in Mitte auf eine Häuserwand geklebt hat.
“Who kills Mitte?” steht dort in feinen blauen Lettern. Ein etwa 30-jähriger Passant bleibt stehen und fragt nach der Bedeutung seiner Botschaft. Und ob das überhaupt ernst gemeint sei. Das solle sich der Betrachter selbst beantworten, erklärt ihm SP 38. Worauf der Passant verlegen grinst und weitergeht. “Immerhin, er hat sich gefragt, was das soll”, freut sich der Künstler. Und Fragen, die sich der Passant möglichst selbst stellen soll, will er durch seine Plakate provozieren. “Ist ein anderes Leben möglich? Mit mehr Freiheit? Und weniger Kapitalismus?”, erläutert der Franzose. Damit man ihn nicht für einen bierernsten Künstler hält, fügt er rasch hinzu, dass er auch dafür ist, dass Schokolade wieder billiger wird. Und als politisch möchte er seine Arbeit auch nicht bezeichnen. “Es ist eher urbane Poesie.”
Seit den 90er-Jahren plakatiert der meist dunkel gekleidete Franzose seine hintersinnigen Botschaften, fährt er tagtäglich mit seinem schwarzen, verrosteten Fahrrad durch die paar Straßen zwischen Oranienburger und Torstraße. Davor lebte der Künstler, der weder seinen wahren Namen noch sein Alter (er dürfte in den 40ern sein) nennen möchte, in Paris. Er studierte an der Kunsthochschule, war in der Hausbesetzerszene aktiv und gehörte dort zu den “artistes squatteurs”, einer Bewegung, die leer stehende Industriekomplexe besetzte, um sie zu Kunstzentren umzugestalten. Angelockt von der Berliner Street-Art-Szene, die damals einen weltweiten Ruf besaß, kam er an die Spree. “Als ich das erste Mal in Mitte war, dachte ich, ich sei in einem Bürgerkriegsszenario gelandet”, erinnert er sich. Jetzt wird er fast ein wenig melancholisch. Denn damals bröckelten in Mitte viele Fassaden oder waren noch zu DDR-Zeiten grau in Schmutzigbraun verputzt worden. Heute strahlen die Häuser in der Frühlingssonne, ein junges Pärchen schiebt den edlen Designerkinderwagen an SP 38 vorbei. Ohne allerdings einen Blick auf sein eben geklebtes Plakat zu werfen.
Wahrscheinlich sind das die Mitte-Killer à la SP 38. Und es sind eigentlich nette “Killer”. Gegen Besserverdienende mit hohen Ansprüchen an Wohnkomfort im sanierten Altbau hat der Franzose prinzipiell gar nichts einzuwenden. Ihn stört nur, dass kleine Buchhandlungen verschwinden und eine Schuhboutique nach der anderen eröffnen, die Mieten steigen und die einstige legendäre Kreativszene fast völlig verschwunden ist.
Dabei ist sich SP 38 bewusst, dass diese Szene nur umgezogen ist, wenn auch unfreiwillig. Vielleicht wohnt sie jetzt an den Rändern von Wedding oder im tiefsten Neukölln, wo sie über ihren Projekten sitzt. “Aber wieso müssen wir gehen, nur weil jetzt die Yuppies kommen wollen”, fragt er sich. “Als es hier nur Außenklos und Kohleöfen gab, waren die in Charlottenburg glücklich.”
Ausstellung, Vernissage und Street-Art-Flohmarkt: 24. und 25. Februar in der “Fleischerei”, Torstraße 11, 12-20 Uhr
(taz Berlin lokal Nr. 8209 vom 23.2.2007, Seite 23, 112 TAZ-Bericht André Glasmacher)
Kommentare»
Habe seine Sachen schon oft in Mitte gesehen - thats real streetart!
Respect dass er bei Euch mitmacht - Gruss vom nager
?? Haha “who kills Mitte” und denn bei psp-streetart mitmachen hahaha Sp38 du bist super lächerlich
er nennt sich jetzt wohl psp38. ist ja auch viel moderner:)
mutti fragen alter!!!
hello Holger,
ahah…you are “incroyablement” funy , ahah,
SP-
Zeug zu verkaufen geht ja noch irgendwo klar, aber dazu noch Interviews geben??
t es vraiment un gros nase tu parles d aprrecier l art et la rue mais comment ? derirere l ecran d une psp ? franchement …. et apres tu demande qui a tue Mitte ? retourne sur tes plage normande et essaye de t occuper en jouant a t as psp …. cette action risque de compromettre ton projet et l image de ton travail risque d en prendre un coup ….
trans : you are really nasty u talk about appreciate art and street but how ? behing a psp screen ? then you ask who ills mitte ? go back to ur normandi s beach and try to be busy with ur psp. this action could compromise ur fame i sware !!!
ré
réponse au triste No. 7 :
je n’aprecie le street-art, j’en fait…
regarde dans les rues, et respire…L’art n’est pas 1 guetho.
et c’est quoi la marque de ton computeur ?
je n’ai pas de play-station, et je m’en tape.
sp pour rire…