“..damit ich rauslassen kann, was raus muss.” - Das Bonk Interview 12. März 2007
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Beschreibe kurz Dich und Deinen Style
BONK! ist ein SAMPLER.
er ist grob und laut.
sein stencil-style: sehr kontrastreich
Wann und warum hast du streetart für dich entdeckt?
erste urbane injektionen 2001
neidvolle beobachtung der kunst von nomad ab 2002
backjumps live issue #1 2003
Warum bist Du selber aktiv geworden?
als ich geschnallt hab was man mit schablonen machen kann fingen meine finger an zu jucken und ich zerschnippelte alles alles alles…
Welche Reaktionen gab es auf deine Artworks?
fliesen mit meinen stencils drauf wurden unter grossem aufwand abgemeisselt, weil die leute die dinger haben wollten. oft gingen sie zu bruch dabei, irgendwann benutzte ich leichter ablösbaren fliesenkleber…. ich denke wenn sich einer die mühe macht hoch zu klettern und die dinger ab zu knibbeln, dann soll er verdammt nochmal das teil heile nach hause tragen und als trophäe ausstellen können. ne ganze menge BONKS! sind so schon in umlauf gekommen.
Was hat dich gereizt, illegalisierte Kunstformen zu wählen?
ich habe nicht eine Kunstform gewählt, ich gebe einem druck nach. wer jemals nachts ne eiskalte spraydose geschüttelt und ne wand vollgesprüht hat wird es nicht mehr lassen können.
Was hälst du vom Streetart hype?
ich hab schon lange keinen bock mehr auf den ausdruck streetart. der hype ist schuld. allerdings weiss ich nicht wie ich es sonst nennen soll. wenn mich einer fragt was ich mache sage ich: stencils, sticker und poster. meistens checkts keiner also sage ich dann doch: streetart. ich weiss auch nicht warum der hype mich so aufregt. eigentlich sollte man sich freuen, dass die disziplinen stencil, sticker und poster so viel zuwachs haben. aber das ist wohl ähnlich wie in der musik: hat ne band nen plattenvertrag wird sie als kommerziell eingestuft und ist somit nicht mehr so cool. Die menschen lieben die wilden raubeinigen rebellen, die mit schlechten instrumenten in miefigen kellern und kleinen clubs ihre wut rauslassen kaum
kohle verdienen damit. und so ist es auch auf der strasse. Die werbung nutzt das mega-coole medienspektrum, dass streetart bietet. agenturen mieten outlaws. solange beide seiten provitieren… okay! Ich habe keine angst form sellout, der ist längst gewesen. viele in der szene sehen das sehr verbissen: wer mitmacht verliert sein ansehen….. alles nicht zu ernst zu nehmen. im endeffekt schränken diese gedanken die kreativität ein. also hype hin oder her, ich mache jetzt erst recht weiter und versuche die gradwanderung zwischen kunst und kommerz zu überleben.
Wie stelltst du dir die zukunft als Streetartkünstler vor?
ich hab konkrete pläne für 2007, weiter plane ich nicht. ich hoffe irgendwie die kohle zusammen zu kriegen, damit ich weitermachen kann. ich werde weiter meine skills verfeinern damit ich rauslassen kann, was raus muss.
Deine Message an die Menschen da draußen:
many times, it happens too fast
you change your passion for glory.
dont loose the grip on the dreams of the past
you must fight just to keep them alive!
keep BONKING!